Die Geschichte des Euros

Gliederung:

  1. Entwicklung der EWU (Europische Whrungsunion)
    1. Der Wernerplan
    2. Die Einfhrung des ECU (European Currency Unit)

  2. Der bergang zum EWS (Europisches Whrungssystem)
    1. Abkommen zur Whrungsstabilitt tritt in den Mitgliedsstaaten in Kraft
    2. Jaques Delors Plan als Vorstufe vom Maastrichtervertrag

  3. Der Maastrichtervertrag
    1. Die jeweiligen Phasen des Maastrichtervertrags
    2. Die Konvergenzkriterien des Maastrichtervertrags

  4. Die Europische Zentral Bank (EZB oder ECB)
    1. Die Struktur der ECB
    2. Wie trifft die ECB Entscheidungen

  5. Die Einfhrung des Euros
    1. Die Einfhrung des Euros als Bargeldloses Zahlungsmittel
    2. Die Einfhrung des Euros als Erstwhrung

Einleitung

Die Einfhrung des Euros bedurfte einer sorgfltigen Planung. So begann man mit der Einfhrung einer gemeinsamen Whrung bereits Anfang der 70er Jahren. Deshalb zeigen wir hier die wichtigsten Daten der Entstehungsgeschichte des Euros auf.

1 EWU (Europische Whrungsunion)

1.1 Der Wernerplan

Die Europische Whrungsunion(EWU) wurde erstmals 1970 in dem sogenannten Wernerplan als Ziel angegeben. Unter der Leitung des damaligen luxemburgischen Ministerprsidenten Werner wurde ein Stufenplan zur einer Wirtschafts- und Whrungsunion erarbeitet. Dieser sollte bis zum ende der siebziger Jahre umgesetzt werden. Die Ziele waren vllig freier Geld- und Kapitalverkehr, zentralgesteuerte Kredit- und Whrungspolitik innerhalb der EG(heutige EU) sowie unvernderliche Wechselkurse ohne Schwankungsbereich.

1.2 Die Einfhrung des ECU (European Currency Unit)

1975 wurde dann der ECU(European Currency Unit) als Verrechnungseinheit eingefhrt. Der lpreisschock, die hohe Inflationsrate und die instabilen Wechselkurse der einzelnen Whrungen, fhrte dazu, dass keine weiteren Fortschritte zu diesem Zeitpunkt gemacht werden konnten.

2 EWS (Europisches Whrungssystem)

2.1 Abkommen zur Whrungsstabilitt tritt in den Mitgliedsstaaten in Kraft

Am 13.3.79 trat ein Abkommen zwischen den EU - Mitgliedsstaaten auer Griechenland in Kraft. Damit verfolgten sie das Ziel, eine stabile Whrungszone in Europa zu schaffen. Der ECU (European Currency Unit) wird in den Mitgliedsstaaten als Verrechnungseinheit, fr den Bezug von Wechselkursen und als Reserveeinheit der Landeszentralbanken verwendet. Die nat. Whrungen haben auf den ECU bezogene Wechselkurse mit Differenzen von bis zu 2,25% mit den Ausnahmen Italien bis 1989 und GB., Portugal und Spanien, die eine Differenz von bis zu 6% haben drfen. 1992 traten die Italiener und GB aus der EWS aus.

2.2 Jaques Delors Plan als Vorstufe vom Maastrichtervertrag

1989 verffentlichte Jaques Delors einen detaillierten Plan, der die Grundlage fr den Maastrichter Vertrag bildete. Dieser Plan musste von allen 12 Mitgliedstaaten unterzeichnet werden, dieses geschah im Mrz 1992.

3 Maastrichtervertrag

3.1 Die jeweiligen Phasen des Maastrichtervertrags

Der Maastrichter Vertrag sieht den bergang zur Whrungsunion in drei Stufen vor. In einer ersten Stufe soll die Wirtschafts- und Whrungspolitik der einzelnen Mitgliedslnder besser koordiniert werden (Liberalisierung des Kapitalverkehrs, verstrkte wirtschaftspolitische Abstimmung der Regierungen, Strkung des Ausschusses der Zentralbankgouverneure), bevor in einer zweiten Stufe - die wie vereinbart am 1. Januar 1994 in Kraft trat - das Europische Whrungsinstitut (EWI) eingerichtet wurde, die Vorgngerorganisation der spteren Europischen Zentralbank (EZB). Die dritte Stufe umfasst schlielich die unwiderrufliche Festlegung der Wechselkurse zwischen den teilnehmenden Whrungen und die allmhliche Umstellung auf die neue Whrung. Ab diesem Zeitpunkt bernimmt die EZB die Verantwortung fr die Whrungspolitik der Union. Die Hauptaufgabe der EZB besteht in der Erhaltung der Geldwertstabilitt, sie wird jedoch die Verantwortung fr die Wechselkurspolitik gegenber Nichtmitgliedern der EU mit dem Ministerrat teilen.

3.2 Die Konvergenzkriterien des Maastrichtervertrags

Um in die dritte Stufe aufgenommen zu werden muss man die sogenannten Konvergenzkriterien erfllen. Diese lauten:

Streng gesehen wrden diese Kriterien nur von Luxemburg eingehalten. Deswegen werden diese Kriterien nicht so streng interpretiert. Es werden auch in vielen verschiedenen Stabilitts- und Wachstumspakten die Kriterien neu, auf die aktuelle Wirtschaftslage hin ausgerichtet.

4 ECB (European Central Bank; dt.: EZB)

4.1 Die Struktur der ECB

ECB (European Central Bank) und die ESCB (European System of Central Bank) haben ihre Arbeit am 1.6.98 in Frankfurt auf genommen. Der ECB Prsident (Duisenberg NL) wird von den Prsidenten der jeweiligen Landeszentralbanken gewhlt. Jeden ersten Dienstag des Monats findet ein Treffen zwischen der Ausfhrenden Gewalt der ECB, dessen Mitglieder die Prsidenten der LZBs whlen und der NCB Prsidenten statt. Dies sind zugleich auch die wichtigsten Organe der ESCB.

4.2 Wie trifft die ECB Entscheidungen

Alle Plne werden vor den ECB Vorstand gebracht, dieser stimmt dann ab ob der Plan oder die Idee durchgefhrt werden oder nicht. Dabei hat jedes Mitglied nur eine Stimme. Die Stimme des Prsidenten zhlt allerdings doppelt. Ende 1998 ist die Versammlung, wie der Vorstand der ECB auch genannt wird, die wichtigste Sttze der Whrungsunion.
Am 1.1.1999 verloren die LZB ihre Macht an die ECB. Sie wurden alle Mitglieder des ESCB. Die Prsidenten sind also bei dem Whrungswechsel bzw. bei der Whrungsunion dabei.

5 Die Einfhrung des Euros

5.1 Die Einfhrung des Euros als Bargeldloses Zahlungsmittel

Am 1.1.1999 wurde der Euro als offizielle Zweitwhrung im bargeldlosen Zahlungsverkehr eingefhrt, und somit auch die Kontrolle der Wechselkurse der ECB bergeben.

5.2 Die Einfhrung des Euros als Erstwhrung

Im Jahre 2002 werden dann gleichzeitig die Nationalen Whrungen aufgelst, so das nach der bergangszeit nur noch der Euro als Zahlungsmittel besteht.

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